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Frisch im Kopf – wie wir uns aus der digitalen Reizüberflutung befreien

Achte Veranstaltung der Reihe „enter the future“ der Wittenstein Stiftung


27.03.2024



Digital Detox feiert Hochkonjunktur: Tipps zur digitalen Entgiftung sind per Mausklick – wie auch sonst – in Sekundenschnelle verfügbar. Was uns vermeintlich Spaß machen, vernetzen und Wissen vermitteln soll, setzt unseren gesamten Organismus nachweislich zunehmend unter Stress. Nutzen wir also die heutigen Kommunikationstechnologien noch in einer adäquaten Art und Weise – oder müssen wir um unserer selbst willen eine persönliche Firewall-Lösung finden? Diesen Fragen wird sich Prof. Dr. Martin Korte im Rahmen der achten „enter the future“-Veranstaltung am 17. April in der TauberPhilharmonie widmen.


Vor dem Schlafengehen noch einmal kurz E-Mails checken, nach dem Aufwachen direkt ein Blick in die Wetter-App. Im Schulbus schnell die letzten Social Media Posts „durchwischen“ oder die Zeit am Kaffeeautomaten für eine kurze WhatsApp-Nachricht nutzen. Sich nach einem langen Vorlesungstag von Netflix berieseln lassen, die Spielekonsole mit den Kumpels anwerfen oder am Abend noch ein kurzes Online-Meeting wahrnehmen. Es ist nahezu unmöglich, sich den digitalen Reizen unserer Gesellschaft zu entziehen – alle Altersklassen sind in ihrem Alltag gewollt oder ungewollt damit beschäftigt, dauerhaft sehr viele Informationen parallel zu verarbeiten.

 

Steinzeithirne nutzen Weltraumtechnologie Prof. Dr. Martin Korte, Professor für Neurobiologie an der TU Braunschweig und Autor zahlreicher Bücher, erforscht die zellulären Grundlagen von Lernen und Gedächtnis, ebenso wie die Vorgänge des Vergessens im menschlichen Gehirn. Der Referent der nächsten enter the future-Veranstaltung und gleichzeitig einer der meistzitierten deutschen Neurobiologen nutzt im Rahmen seiner Vorträge gerne den Vergleich von Daniel Liebermann, Professor für Humanbiologie an der Harvard University, der besagt, dass wir „unsere eigentlich für die Steinzeit gemachten Hirnstrukturen für eine weltraumzeitliche Technologie nutzen“. Für Korte ist klar: „So attraktiv die Möglichkeiten der Digitalisierung und Vernetzung sind, so belastend, vereinnahmend und irreführend sind sie jedoch auch. Die Medaille hat zwei Seiten, das ist offensichtlich. Wir müssen einen Weg finden, Möglichkeiten klug zu nutzen und uns nicht im Dschungel moderner Technologien – privat und geschäftlich – selbst zu verlieren.“


Wie dieser Weg aussehen kann und vor allem mit welchen Mythen hinsichtlich unserer Multitasking-Fähigkeit aufzuräumen ist, zeigen neueste Forschungsergebnisse, die Prof. Korte anschaulich, unterhaltsam (und vielleicht sogar analog?) dem Publikum am 17. April 2024 in der Weikersheimer TauberPhilharmonie vorstellen wird. In der abschließenden Diskussion, moderiert von Benedikt Hofmann (Chefredakteur des Fachmagazins MM Maschinenmarkt), sind alle Teilnehmer – ob virtuell zugeschaltet oder live vor Ort – eingeladen, den Abend mit ihren Fragen, Impulsen, Gedanken und Beiträgen zu bereichern.


Kostenfreie Anmeldung noch bis 15. April möglich Die achte Veranstaltung der Reihe „enter the future“ ist wie immer für die Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich. Die Bad Mergentheimer Buchhandlung Moritz und Lux ist zudem mit einem Büchertisch vor Ort, an dem Prof. Dr. Martin Korte nach der Veranstaltung für eine Signierstunde zur Verfügung steht.



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Darstellung von Nervenzellen

 

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(C) Martin Korte privat


Der Referent: Prof. Dr. Martin Korte, einer der meistzitierten deutschen zellulären Neurobiologen, der an der TU Braunschweig lehrt und durch diverse Fernsehauftritte und Buchveröffentlichungen bekannt wurde.


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